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Haus mit Glasfaseranschluss und Tacho als Darstellung für maximale Leistungsfähigkeit

Technikwissen

Darum ist Glasfaser alternativlos

Bonn, 25. Oktober 2021:

„Glasfaserschnell“, „Kabel-Glasfaser“ – man muss bei den Werbesprüchen der Netzanbieter schon kritisch hinsehen, um den Etikettenschwindel zu erkennen. Denn Fakt ist: Nur pure, kupferfreie Glasfaserleitungen sind generationenfest und deshalb für die digitale Grundversorgung der Wohnungswirtschaft auf Dauer alternativlos.

„Alternativlos“ ist ein großes Wort, dass man mit Bedacht wählen sollte. In der Politik gilt „alternativlos“ als umstrittenes Totschlagargument – schließlich gibt es im Leben fast immer verschiedene Wege, um ein Ziel zu erreichen. Es sei denn, es geht um Physik. Naturgesetze sind unumstößlich. Eines der wichtigsten Naturgesetze lautet: Nichts im Universum ist schneller als das Licht. Mehr noch: Licht ist so schnell wie die Zeit selbst! Bis heute gibt das Licht der Wissenschaft viele Rätsel auf – was sie nicht davon abhält, es für die Datenübertragung nutzbar zu machen: Richtet man eine Lichtquelle auf ein Glasfaserende, reist es mit rund 300.000 Kilometern pro Sekunde durch die Leitung – und leuchtet somit nahezu zeitgleich am andern Ende wieder auf. Deshalb ist die Kapazität der Glasfaser nach „oben offen“ – sie lässt sich im Prinzip beliebig steigern.

Wenn heute die Glasfaser-Flatrates der Telekom bei 1 GBit/s enden, dann nur, weil heutige Hardwaregenerationen keine höheren Übertragungsleistungen verarbeiten können. Doch das ändert sich schnell. Noch vor wenigen Jahren wurden 10 MBit/s für Privatkunden als völlig abwegig abgetan – heute gilt es fast schon als unzumutbar langsam. Die Rechenleistung der Computerchips verdoppelt sich alle zwei Jahre („Moorsches Gesetz“). Nur die Studien und Berechnungen über den Anstieg des Bandbreitenhungers in Deutschland sind jedoch inzwischen Makulatur: Niemand hätte erwartet, dass das lineare Fernsehen derart schnell von Streaming-Plattformen und Mediatheken abgelöst wird und die Menschen massenhaft von zuhause aus arbeiten werden. Das ist der Corona-Effekt.

Die Kupferleitung ist ausgereizt

1877 – zur Regierungszeit Kaiser Wilhelm I – wurde in Berlin das erste Telefongespräch geführt. Das Grundprinzip der elektromagnetischen Signalübertragung über eine Kupferleitung hat sich bis heute nicht geändert. Dank der Digitalisierung und Übertragungsstandards wie „Supervectoring“ und „Docsis“ lassen sich dem traditionellen Leitungsmedium Kupfer erstaunliche Datenraten entlocken – aber um dem wachsenden Datenhunger auch auf Dauer gerecht zu werden, gehört die Zukunft der Glasfasfaser. Und so hat die Telekom – von der breiten Öffentlichkeit unbemerkt – ihre Kupfernetze in den letzten Jahren weitgehend durch Glasfaser ersetzt. „Weitgehend“, weil das letzte Stück vom Verteilerkasten am Straßenrand bis bin die Gebäude und Wohnungen zunächst noch über eine Kupferleitung bestritten wurde. Das ändert sich jetzt: Im Sommer diesen Jahres hat die Telekom das größte Investitionsprogramm ihrer Geschichte verkündet, um die Lichtleiter bis in die Gebäude und Wohnungen zu verlängern. Aufs Tempo drückt auch der Gesetzgeber: Die Novelle des Telekommunikationsgesetzes hat das Ziel, die Glasfaser als Standard für die digitale Grundversorgung von Immobilien in Deutschland durchzusetzen. Mieter haben in den Ausbaugebieten sogar einen Rechtsanspruch auf einen Glasfaseranschluss, unabhängig davon, ob im Haus ein Kabel- oder DSL-Netz vorhanden ist. Das bedeutet für Hauseigentümer und Verwalter: An der Glasfaser geht kein Weg vorbei, sei es Neubau, sei es Bestandsimmobilie. Rückt die Telekom erst mit dem Bautrupp vor Ort an, sollten Hausbesitzer die Gunst der Stunde nutzen, denn der Hausanschluss ist innerhalb eines begrenzten Zeitfensters kostenfrei – übrigens auch für den Mieter.

Trotzdem zögert mancher Hausbesitzer – vor allem mit älterer Mieterschaft – und fragt sich: Muss das denn wirklich sein? Könnte nicht der neue Funkstandard 5G das Glasfasernetz überflüssig machen? Kann er nicht: Auch 5G-Funkmasten hängen an einem Glasfasernetz.

Ist nicht das Koax-Kabelnetz heutzutage auch „glasfaserschnell“? Auch das gehört ins Reich der (Werbe-) Legenden, denn nicht immer ist Glasfaser drin, wo „Glasfaser“ draufsteht. So wirbt mancher Netzanbieter mit Begriffen wie „glasfaserschnell“ oder „Kabel-Glasfaser“, um zu suggerieren, seine Leistungen seien in Geschwindigkeit und Investitionssicherheit der puren Glasfaser vergleichbar. Erstaunlich, dass der Gesetzgeber, der im Sinne des Verbraucherschutzes selbst bei Produkten wie „Schnitzel Wiener Art/Wiener Schnitzel“ und „Konfitüre/Marmelade“ auf exakte Formulierungen besteht, nicht eingeschritten ist – jedenfalls noch nicht. Die Verbraucherzentralen protestieren jedenfalls gegen den Etikettenschwindel, der nicht nur die Bürger, aber auch die Wohnungswirtschaft irreführt.

Schließlich kommt noch der Nachhaltigkeitsaspekt ins Spiel: Nicht nur benötigt die Datenübertragung über Glasfaser 17-mal weniger Strom als Kupferkabel, sie ist auch robust und sicher. Einmal installiert, bleibt sie für Generationen der Standard für die digitale Grundversorgung. Langlebigkeit und Sicherheit sind Eigenschaften, die in der schnelllebigen digitalen Welt von heute selten sind. Gerade deshalb ist die Glasfaser prädestiniert für die Wohnungswirtschaft. Dazu passt ein Partner, auf den man sich auch in Jahrzehnten noch verlassen kann: Die Telekom.

Vorteilsgrafik mit Mehrfamilienhaus und einem Tacho als Sinnbild für maximale Leistungsfähigkeit.

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