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Immobilienbesichtigungen und -management effizienter gedacht und angewendet

Digitalisierungsimpulse: 360°-Wohnungsbesichtigungen mit VRdirect bei der Baugenossenschaft Bochum eG

Wenn Kontakt-Beschränkungen das tägliche Geschäft erschweren oder sogar drohen, es zum Erliegen zu bringen, müssen schnell neue und effiziente Wege gefunden werden. So geschehen bei der Baugenossenschaft Bochum eG. Mit Hilfe der digitalen Lösung VRdirect konnten trotz erschwerten Bedingungen die Vermietungen ohne Unterbrechungen fortgeführt werden.

Heute zahlt diese Lösungen aber auch auf viele weitere Umstände ein: Interessenten, die weit weg wohnen oder aus gesundheitlichen Gründen nicht selbst vor Ort sein können, erleben eine professionelle Wohnungsbesichtung, die einen vollständigen Eindruck der Immobilie und Wohnung vermittelt.

Welche weiteren Einsatzgebiete die Baugenossenschaft Bochum dabei für sich identifiziert hat, erfahren Sie aus erster Hand in unserem Interview mit Herrn Thilo Konietzka, Mitarbeiter der Hausbewirtschaftung.

Können Sie unseren Lesern eine kurze Beschreibung zum Produkt geben? Was verbirgt sich hinter VRdirect?

Thilo Konietzka: Hinter VRdirect verbirgt sich ein Foto-Bearbeitungsprogramm, das es ermöglicht, einzelne 360°-Bilder, z. B. von einer virtuellen Wohnungsbegehung, zusammenzuschneiden. Diese virtuellen Begehungen können dann unter anderem für die Vermarktung von Wohnungen/Häusern genutzt werden.

Die Fotos müssen natürlich vorher mit einer speziellen 360°-Kamera aufgenommen werden.

Wie kamen Sie mit dem Produkt in Berührung? Und was war ein Argument dafür oder der Moment, in dem Sie dachten: Das brauchen wir?

Thilo Konietzka: Die Telekom machte uns auf VRdirect aufmerksam. Das erste Mal nutzten wir VRdirect, als aufgrund der Corona-Beschränkungen persönliche Wohnungsbesichtigungen nicht mehr möglich waren. So konnten sich die Interessent*innen die Wohnungen online anschauen und die Vermietung konnte ohne Unterbrechungen weitergeführt werden.

Wo setzen Sie VRdirect jetzt überall ein?

Thilo Konietzka: Zum einen nutzen wir VRdirect für Online-Besichtigungen. So können sich auch Interessent*innen, die weiter weg wohnen, unkompliziert unsere Wohnungen anschauen.

Zum anderen nutzen wir VRdirect für die allgemeine Bestandsaufnahme. So können sich z. B. Architekten die bauliche Beschaffenheit des Objektes vom Büro aus anschauen und müssen nicht für jede einzelne Wohnung vor Ort sein. Die 360°-Bilder helfen dabei, im Gegensatz zu normalen Bildern, die Relationen (Größen, Abstände etc.) besser einschätzen zu können.

Aktuell stecken wir mitten in der Planung einer Modernisierungsmaßnahme für ein gesamtes Viertel. Hierbei hilft VRdirect ebenfalls, den aktuellen Zustand der Objekte zu dokumentieren und an das dementsprechende Fachpersonal weiterzuleiten. Die Mitarbeiter*innen können somit jederzeit auf die Wohnung zugreifen, ohne jemals vor Ort gewesen sein zu müssen.

Stichwort 360°-Wohnungsbesichtigung: Wie können wir uns das vorstellen?

Thilo Konietzka: 360°-Wohnungsbesichtigung bedeutet, die Wohnung „wirklich“ zu durchlaufen. Anhand von normalen Fotos ist es schwierig, sich ein räumliches Bild der Wohnung zu machen. Man hat meist keine Vorstellung von der Größe der Räume und der Anordnung der einzelnen Zimmer.

Mit Hilfe der 360°-Kamera wird zunächst jeder Raum einzeln erfasst. Danach werden alle Fotos zusammengeschnitten, sodass man von Zimmer zu Zimmer laufen kann. In der Regel werden die Begehungen auf ImmobilienScout24 oder auf unserer Website hochgeladen.

Was ist mit der guten alten Zeitungsanzeige im Immobilienteil?

Thilo Konietzka: Wir selbst inserieren unsere Angebote schon lange nicht mehr in Tageszeitungen, sondern nutzen unsere eigene Website oder ImmobilienScout24.

Eine virtuelle Wohnungsbesichtigung ersetzt auch nicht die persönliche Kontaktaufnahme mit den Wohnungsinteressent*innen.

Wir als Baugenossenschaft wollen unsere zukünftigen Mitglieder vor Vertragsabschluss kennenlernen, um ein friedliches und gemeinschaftliches Zusammenleben in unseren Häusern zu garantieren. Trotzdem ermöglicht die virtuelle Wohnungsbegehung, gerade in der Corona-Zeit, einen 24-h-Service. So bekommen insbesondere gesundheitsgefährdete und auch weit entfernt wohnende Menschen die Möglichkeit, einen passenden Wohnraum zu finden.

Insgesamt bietet VRdirect eine innovative Möglichkeit, Wohnungsbesichtigungen auf eine neue Ebene zu bringen. Zum einen stellen Online-Begehungen eine nette Spielerei für Interessent*innen dar und zum anderen sparen sie Zeit und unnötige Wege (für beide Parteien).

Wie würden Sie Ihr Wohnungsunternehmen im Hinblick auf den Digitalisierungsstand beschreiben? Sind Sie eher zurückhaltend oder schon mittendrin in der digitalen Optimierung? Und wie kann Sie die Telekom dabei unterstützen?

Thilo Konietzka: Seit ungefähr 2015/2016 stecken wir im Prozess der Digitalisierung. Zunächst haben wir alle relevanten Dokumente archiviert, so dass diese erstmals am Computer/Tablet eingesehen werden konnten – ohne z. B. erst die richtige Akte aus dem Schrank heraussuchen zu müssen. Danach ging es weiter mit der Umstellung verschiedenster Prozesse, von Stift und Papier auf das Tablet. Das hieß unter anderem die Einführung digitaler Wohnungsübergaben/-übernahmen. Hierbei werden alle relevanten Daten auf einem Tablet erfasst. Die ausgefüllten Protokolle werden:

- direkt in unser System eingepflegt
- an das neue Mitglied per Mail übermittelt
- durch Fotos noch detaillierter

Unsere Tablets werden auch für technische Abnahmen im Bereich der Baustellenbetreuung genutzt. Hierbei ergab sich ebenfalls die Möglichkeit der unkomplizierten Datenerfassung und der dementsprechenden Weiterleitung an die zuständigen Gewerke.

Außerdem haben wir bereits seit Jahren eine eigene App, die wir nach unseren Bedürfnissen auch selbst entwickelt haben. Diese bietet unseren Mitgliedern eine unkomplizierte und schnelle Möglichkeit der Kommunikation. Sei es die Übermittlung einer Schadenmeldung mitsamt Fotos oder von Informationen über Notdienste, Informationen über aktuelle Geschehnisse innerhalb der Baugenossenschaft oder von Wohnungsangeboten usw.

Was glauben Sie, wo wird die Digitalisierung die Wohnungswirtschaft am meisten verändern?

Thilo Konietzka: Da wir besonders darauf achten, möglichst wenig Papier zu verschwenden, werden wahrscheinlich dahingehend für uns die größten Veränderungen stattfinden. Beispielsweise die Betriebskostenabrechnung – jedes Jahr werden tausende von Briefen an unsere Mitglieder verschickt. Dies könnte in Zukunft auf digitalem Wege durchgeführt werden.

Apropos „digital“: Eine Möglichkeit wäre eine online abrufbare Datenbank, in der jedes Mitglied jederzeit Zugriff auf alle relevanten Dokumente hätte (z. B. Dauernutzungsvertrag, Betriebskostenabrechnung, Wohnungsgeberbestätigung). So bräuchte niemand mehr Sorge haben, wichtige Dokumente zu verlieren.

Aufgrund der Corona-Situation waren viele unserer Mitarbeiter*innen gezwungen ihren Arbeitsplatz nach Hause zu verlegen. Dank der Digitalisierung und der bereits geleisteten Vorarbeit war es möglich, diesen Wechsel zügig durchzuführen. Einerseits hat das Home-Office einen gewissen Charme, jedoch ist deutlich geworden, dass sich alle gefreut haben, wieder zurück im Büro zu sein.

Und natürlich werden die virtuellen Wohnungsbesichtigungen den persönlichen Kontakt nicht ersetzen können. Man sollte sie eher als Hilfestellung ansehen.

Wir, das Team der Wohnungswirtschaft Telekom, bedanken uns vielmals bei Herrn Konietzka für die Zeit, die er sich für dieses Thema und uns genommen hat. Wir freuen uns auf viele weitere, spannende und erfolgreiche Projekte im Bereich der Digitalisierung.

Zum Hintergrund

Baugenossenschaft Bochum eG

  • Die Baugenossenschaft Bochum eG zählt heute rund 2300 Mitglieder und bietet knapp 1700 Wohnungen in der gesamten Stadt an
  • Gegründet 1920 als „Baugenossenschaft Bochum und Umgebung e. G. m. b. H.“ durch 81 freigewerkschaftliche Bauarbeiter
  • Die Ziele: preiswerter Wohnraum in Bochum mit hoher Lebensqualität und stetige Weiterentwicklung der Quartiere im Sinne der Mitglieder

Digitalisierung und automatisierte Vorgänge bringen viele Vorteile für Ihr Unternehmen – welche genau, beantworten wir Ihnen gerne in einem persönlichen Gespräch.

Diese Themen haben wir für Sie aufbereitet:

MEGATREND GESUNDHEIT

MEGATREND KONNEKTIVITÄT

Demnächst verfügbar

MEGATREND URBANISIERUNG

MEGATREND INDIVIDUALI­SIERUNG

MEGATREND NEO-ÖKO­LOGIE

MEGATREND MOBILITÄT

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