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Digitalisierungsbericht 2018

Die offiziellen Zahlen liegen vor

Digitalisierungsbericht 2018: Kabel und Satellit weiterhin vorn beim TV-Empfang

Mit jeweils 45 % sind Kabel und Satellit weiterhin die meist genutzten TV-Empfangswege. Zu diesem Ergebnis kommt der aktuelle Digitalisierungsbericht, den die Medienanstalten bereits zum 14. Mal veröffentlicht haben. Für die Kabelbranche ein besonderes Jahr: Denn 2018 geht die umfassende Digitalumstellung im Kabel in die Schlussphase. Spätestens Anfang 2019 gehört die analoge Signalübertragung endgültig der Vergangenheit an.

Das Wichtigste auf einen Blick

  • UHD bekommt Rückenwind
  • Klassisches TV vs. Streaming: die Zielgruppe ab 40. bleibt dem linearen TV treu
  • Fernseher bleibt wichtigstes Gerät für Video-Nutzung

Die Umschaltung ist in vollem Gange

Auch bei der Telekom ist die Umschaltung auf den rein digitalen Kabelempfang in vollem Gange. Die Vorteile des digitalen Fernsehens: eine bessere Bild- und Tonqualität mit schärferen Kontrasten sowie brillanteren Farben und Klängen.

Johannes Jansen

„Ein großer Teil der Kunden von Zuhause Kabel Fernsehen schaut bereits ausschließlich digital“, erklärt Johannes Jansen, Leiter des Competence Centers Wohnungswirtschaft. „Bis Ende des Jahres wird die Umstellung bundesweit abgeschlossen sein.“

UHD im Trend

Ebenfalls eine deutlich bessere Bildqualität verspricht das ultrahoch aufgelöste Fernsehen (UHD). Doch was bringt die modernste Technik, wenn man sie nicht nutzen kann? Denn so richtig kam das UHD-Fernsehen bisher nicht in Gang, ebenso der Verkauf entsprechender TV-Geräte. Der Grund: Es gab kaum Programminhalte in entsprechend hoher Auflösung. Doch das ändert sich. Pay-TV-Anbieter und mehrere private Sender, wie RTL und ProSieben-Sat1, bieten inzwischen UHD-Programme an. Und auch die Telekom ist vorn mit dabei: Als erster Kabelnetzbetreiber bietet die Telekom mit INSIGHT TV UHD jetzt auch einen UHD-Sender unter den frei empfangbaren TV-Sendern an. Dass der Fernsehgenuss mit den super-scharfen Bildern in deutschen Wohnzimmern angekommen ist, belegen auch die Ergebnisse des Digitalisierungsberichtes. Danach verfügen heute bereits 14 % der Haushalte über einen UHD-Fernseher – mehr als doppelt so viele wie im Vorjahr.

Ältere bleiben klassischem Fernsehen treu

Ein weiterer Trend: Immer mehr Nutzer empfangen neben dem klassischen Fernsehen auch Video-on-Demand (VoD) oder Streaming-Angebote über das Internet. Mehr als die Hälfte der Haushalte besitzt inzwischen mindestens ein smartes TV-Gerät, das sich mit dem Web verbinden lässt. Vor allem die 30- bis 49-Jährigen orientieren sich zunehmend in Richtung VoD. Sie verbringen rund ein Drittel ihres Video-Zeitbudgets mit Online-Inhalten, wie Netflix und Co. Die Altersgruppe ab 40 ist dem klassischen Fernsehen hingegen weiterhin treu: Sie verwendet nach wie vor den größten Teil ihrer Videozeit für den Konsum klassischer linearer TV-Angebote.

Digitalisierungsbericht Berteilung Übertragungswege

Copyright: die medienanstalten „Digitalisierungsbericht 2018“

Trotz Smartphone: Bei Videos bleibt der Fernseher beliebtestes Endgerät

Auch hardwareseitig bekommt das klassische Fernsehen Konkurrenz: Erstmals hat das TV-Gerät in diesem Jahr seine Spitzenposition als wichtigstes Bildschirmgerät verloren: Bei 37 % der Personen ab 14 Jahren tritt inzwischen das Smartphone an diese Stelle.

Dennoch: Wenn es um den Konsum bewegter Bilder geht, steht das TV-Gerät für gut 63 % der Befragten nach wie vor auf Platz 1. Hier zeigen sich allerdings gravierende Unterschiede in den einzelnen Altersgruppen: Während sich in der Altersgruppe 50+ fast 80 % der Nutzer Videoinhalte am liebsten auf dem Fernseher ansehen, sind es bei den 14- bis 29-Jährigen nur rund ein Drittel. Gerade bei den unter 20-Jährigen gibt es eine vergleichsweise hohe Präferenz für das Smartphone. Ob sich diese mit dem Alter „verwächst“ und die Nutzer später auf andere Empfangsgeräte umsteigen, wird sich erst in einigen Jahren zeigen.

Wann: Seit 2005 legen die Medienanstalten jährlich im September den entsprechenden Digitalisierungsbericht vor. Im Mittelpunkt des Digitalisierungsberichtes stehen die Daten und Fakten zur Digitalisierung der Fernsehnutzung in Deutschland und seit 2013 auch der Radionutzung.

Zum Hintergrund

  • Wer: „die medienanstalten“ ist die Dachmarke der 14 Landesmedienanstalten in Deutschland. Sie sind zuständig für die Zulassung und Aufsicht der privaten Radio- und Fernsehveranstalter und prüfen die Einhaltung von Werberegeln, Bestimmungen zum Jugendschutz und fördern Projekte zur Vermittlung von Medienkompetenz.
  • Wann: Seit 2005 legen die Medienanstalten jährlich im September den entsprechenden Digitalisierungsbericht vor. Im Mittelpunkt des Digitalisierungsberichtes stehen die Daten und Fakten zur Digitalisierung der Fernsehnutzung in Deutschland und seit 2013 auch der Radionutzung.
  • Wie: Der aktuelle Stand der Digitalisierung wird jeweils von Kantar TNS Media Research (ehemals TNS Infratest) mittels einer bevölkerungsrepräsentativen Studie erhoben
  • Was: Inzwischen liefert die Studie nicht nur traditionelle Fakten zur Digitalisierung und Verteilung der TV- Übertragungswege, sondern auch umfangreiche Daten zum Besitz von Bildschirm-Geräten und zur non-linearen Nutzung von Bewegtbild in Deutschland.

Die komplette Studie für 2018 steht kostenlosen zum Download bereit.

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